Böhmer: Entgeltgleichheit für Frauen ist ein Gebot der Gerechtigkeit

Berlin, 07.04.2011

„Die permanente Forderung der SPD nach einem Mindestlohn macht auch vor der Debatte um die Entgeltgleichheit zwischen Männern und Frauen keinen Halt. Die Einführung eines flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohns wird die bestehende Lohnlücke zwischen Frauen und Männern in Höhe von 23 Prozent nicht beseitigen. Nur ein Teil der Frauen ist im Niedriglohnbereich beschäftigt. Uns geht es aber um die Beseitigung der Lohnlücke insgesamt“, erklärt Maria Böhmer, Vorsitzende der Frauen Union der CDU Deutschlands, anlässlich der Forderung der SPD nach einem Entgeltgleichheitsgesetz.

In einzelnen Branchen, wo gerade auch durch den Wettbewerb in Europa eine faire Bezahlung gesichert werden musste, wurde durch die Erweiterung des Arbeitnehmer-Entsendegesetzes bereits ein unterer Tariflohn verbindlich festgeschrieben.

Böhmer: „Die Frauen Union der CDU setzt grundsätzlich auf die im Grundgesetz verankerte Tarifautonomie und die Verantwortung der Gewerkschaften und Arbeitgeber. Wir fordern Arbeitgeber und Arbeitnehmer auf, mehr Frauen in Tarifkommissionen zu entsenden. Die Mitglieder der Tarifkommissionen sollen das Problem der Entgeltgleichheit, diskriminierungsfreie Arbeitsbewertungsverfahren und Arbeitsbewertungen verstärkt in Tarifverhandlungen berücksichtigen.“

Die Gründe für die Lohnlücke und die geringe Teilhabe von Frauen an Führungspositionen sind vielfältig. Zahlreiche Faktoren, wie etwa das Berufswahlverhalten von Frauen, Erwerbsunterbrechungen wegen der Kindererziehung, Schwierigkeiten beim beruflichen Wiedereinstieg und der Vereinbarkeit von Familie und Erwerbstätigkeit, schlechtere Aufstiegschancen und vor allem nach wie vor feste Rollenzuschreibungen und Vorurteile, wirken sich insgesamt nachteilig aus.

„Konkrete Hilfen beim Wiedereinstieg von der Familienphase in den Beruf sind effektiver und helfen den Frauen mehr als ein Entgeltgleichheitsgesetz. Materielle Rechtsgrundlagen für gleiches Entgelt für gleiche Arbeit existieren bereits seit Jahrzehnten“, führt Maria Böhmer weiter aus.

 
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