Tag der Menschenrechte 2009: Menschenrechte sind Frauenrechte!

Berlin, 09.12.2009

"Menschenrechte gelten universell, das ist eine Ermahnung an uns, auch in unserem Land auf die Einhaltung der Menschenrechte zu dringen. Opfer von Menschenhandel, Zwangsverheiratung, Zwangsprostitution, Genitalverstümmelung oder häuslicher Gewalt sind ebenfalls in Deutschland zu finden", erklärt Maria Böhmer, Vorsitzende der Frauen Union der CDU anlässlich des Tages der Menschenrechte am 10. Dezember 2009.

"Im Kampf gegen Zwangsehen soll daher ein eigenständiger Straftatbestand für Zwangsheirat eingeführt werden. Weiterhin müssen die gesetzlichen Rahmenbedingungen für Opfer von Menschenhandel verbessert sowie die Strafbarkeit von Freiern von Zwangsprostituierten durchgesetzt werden", so Böhmer weiter.

Rund 25 Prozent der in Deutschland lebenden Frauen haben laut Angabe des Bundesfrauenministeriums Formen körperlicher und/oder sexueller Gewalt durch den aktuellen oder einen früheren Lebenspartner erlebt. Frauen seien demnach von häuslicher Gewalt mehr bedroht als durch andere Gewaltdelikte, wie Körperverletzung mit Waffen, Wohnungseinbruch oder Raub.

Böhmer: "Daher ist es so wichtig, dass es eine zentrale bundesweite Notrufnummer für betroffene Frauen gibt, wo ihnen direkt und unbürokratisch nach Gewaltanwendungen geholfen werden kann. Die unionsgeführte Bundesregierung hat bereits erste Schritte dieser Forderung aus dem Koalitionsvertrag umgesetzt und die Länder Hessen und Baden-Württemberg planen einen Vorstoß im Bundesrat gegen Beschneidung."

 
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