Hessischer Bildungsplan nimmt Vorreiterrolle ein!

Karben, 6. November 2004

Landesdelegiertentag der Frauen Union der CDU Hessen tagt in Karben

„Der demografische Wandel erfordert ein zügiges und schnelles Umdenken in der Familienpolitik!“ Dazu rief die Bundesvorsitzende der Frauen Union, Maria Böhmer, auf dem Landesdelegiertentag der Frauen Union der CDU Hessen auf. Der Bevölkerungsrückgang und die Alterung der Gesellschaft stellten das Gemeinwesen vor große Probleme, so Böhmer. Die durchschnittliche Geburtenrate liege derzeit bei 1,3 Kindern pro Frau. Unter den Akademikerinnen blieben rund 40 Prozent dauerhaft kinderlos. Bis zum Jahr 2020 werden voraussichtlich zwei Millionen weniger junge Menschen in der Bundesrepublik leben.

Schon heute mache sich der demografische Wandel bemerkbar. So sei auch Hessen von Lehrerversetzungen aus kinderarmen Gebieten betroffen. „Der Bevölkerungsrückgang macht sich unmittelbar wirtschaftlich bemerkbar“, mahnt Böhmer, „die Politik steht in der Verantwortung, angesichts dieser Entwicklungen so weit und so seriös wie möglich in die Zukunft zu schauen und vorausschauend zu handeln." Dazu gehöre vor allem, auf die neuen Lebensumstände junger Menschen einzugehen und den Ausbau von Kindertagesstätten sowie die Verbesserung von Vereinbarkeit von Familie und Beruf voranzutreiben. „Junge Menschen wollen Kinder“, so Böhmer. Es gelte, Familien – etwa durch transparente Leistungen – so zu unterstützen, dass sie diesen Wunsch auch verwirklichen könnten.

Böhmer forderte, die Kinderbetreuungsangebote für Kleinkinder sowie für Kindergarten- und Schulkinder vor allem in den alten Bundesländern weiter auszubauen. Dabei komme es nicht nur auf die Ausweitung der Öffnungszeiten und die Suppe am Mittag an, sondern vor allem auf eine Verbesserung der Qualität der Betreuung und Bildung von Kindern. „Das Ziel ist eine optimale kind- und altersgerechte Förderung in Elternhaus und Betreuungseinrichtungen“, so Böhmer. Dabei müsse man gerade in den ersten sechs Jahren der Kinder ansetzen und die frühkindlichen Chancen zum Lernen stärker nutzen und fördern. Aktuelle OECD-Studien zeigten, dass Deutschland bei Bildung und Betreuung im Vorschulalter nach wie vor Schlusslicht sei. Entwicklungschancen in den ersten Lebens- und Lernjahren würden vertan. Wegweisend und für den Bund beispielgebend sei, erklärt Böhmer, der hessische Bildungsplan für Kinder von 0 bis 10 Jahren. Hessen und auch Bayern nähmen hier eine Vorreiterrolle bei der Einführung eines durchgängigen, fördernden und kindgerechten Konzeptes ein.

Das Tagesbetreuungsausbaugesetz der Bundesregierung allerdings hält Böhmer für ein leeres Versprechen: „Das Anliegen, die Kinderbetreuung zu verbessern, ist dringlich, die Finanzierung der rotgrünen Pläne aber nicht gesichert. Dafür ist eine Gemeindefinanzreform notwendig, damit die Kommunen die Kinderbetreuung aus eigener Kraft bewältigen können. Letztlich werden nun wohl die Eltern über höhere Beiträge den Anstieg der Betreuungsplätze finanzieren müssen.“ Schon jetzt meldeten immer mehr Eltern ihre Kinder aus Kostengründen vom Kindergarten ab.

 
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