Maria Böhmer zum Tag der Organspende:

Berlin, 04. Juni 2004

„Krankenhäuser melden mögliche Organspenden zu selten!“

Die Bundesvorsitzende der Frauen Union der CDU, Maria Böhmer, ruft zum Tag der Organspende am 5. Juni alle Krankenhäuser dazu auf, mögliche Organspenderinnen und -spender an die zuständigen Stellen zu melden. Zwar seien die behandelnden Ärzte nach dem Transplantationsgesetz dazu verpflichtet, hirntote Patienten als mögliche Organspender zu melden, jedoch kämen nur 40 Prozent der Krankenhäuser dieser Verpflichtung nach. Die Angst vor zusätzlicher Arbeitsbelastung, Organisationsprobleme und eine nicht ausreichende Vergütung der Kosten bremsten die Kooperationsbereitschaft.

Böhmer: „Neben der Bereitschaft einer Spenderin oder eines Spenders, sich nach dem Tode unter bestimmten Bedingungen Organe entnehmen zu lassen, kommt aber der Kooperationsbereitschaft der Krankenhäuser eine ganz entscheidende Rolle zu, wenn es darum geht, schwerkranken Menschen mit einer Transplantation zu helfen.“ So warteten 11.500 Patientinnen und Patienten in Deutschland auf ein Spenderorgan, etwa 10.000 davon auf eine Niere. Böhmer, die auch Schirmfrau der Dialysepatienten Deutschlands ist, weist darauf hin, dass die Warteliste für Nierentransplantation seit Jahren kontinuierlich ansteige. Ein Drittel der Wartenden sterbe jedoch, weil nicht rechtzeitig ein Spenderorgan gefunden werden könne.

Geregelt ist die Spende seit 1997 durch das Transplantationsgesetz. Danach können nach dem Tode unter bestimmten Bedingungen Organe entnommen und einem schwerkranken Menschen transplantiert werden. Die Voraussetzungen dafür sind die Einwilligung des Verstorbenen oder der Angehörigen. Der Tod muss zuvor durch einen vollständigen, unumkehrbaren Ausfall der gesamten Gehirntätigkeit eingetreten sein. Zwei unabhängige erfahrene Ärzte müssen dies nach den Richtlinien der Bundesärztekammer zur Hirntod-Diagnostik festgestellt haben.

Gespendet werden können Nieren, Leber, Herz, Lunge, Pankreas und Dünndarm, außerdem Gewebe wie Hornhaut und Knochen. Böhmer wirbt dafür, sich zu Lebzeiten eine Meinung zu diesem Thema zu bilden und eine Organspendeerklärung auszufüllen. Spenderausweise können über die Deutsche Stiftung Organtransplantation unter www.dso.de heruntergeladen oder über die gebührenfreie Rufnummer 0800-90 40 400 angefordert werden.

 
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