FU: Privathaushalt als Betrieb anerkennen!

Berlin, 29. April 2004

Antrag „Arbeitsplatz Privathaushalt“ heute im Bundestag

Die Frauen Union der CDU macht sich für eine größere Akzeptanz der Dienstleistungszentren bei den Arbeitsagenturen, bei Kranken- und Pflegekassen aber auch bei potentiellen Auftraggeberinnen stark. FU-Bundesvorsitzende Maria Böhmer: „Der Arbeitsplatz Privathaushalt bietet ein enormes Potenzial für neue Arbeitsplätze. Dienstleistungszentren helfen, diesen Niedriglohnsektor zu strukturieren und dort reguläre Arbeitsplätze zu schaffen.“ Private Haushalte könnten so unproblematisch eine qualifizierte Haushaltskraft erhalten. Arbeitsausfälle durch Krankheit und Urlaub würden innerhalb des Zentrums ausgeglichen. Ein Markt für Existenzgründungen entstehe.

Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion bringt heute ihren Antrag „Arbeitsplätze im Bereich privater Dienstleistungen schaffen – Rahmenbedingungen für Dienstleistungszentren und –agenturen verbessern“ in den Bundestag ein. Die Bundesregierung wird aufgefordert, die steuerliche Anerkennung des Arbeitsplatzes Privathaushalt zu forcieren. Die FU hatte aus Anlass des Internationalen Frauentages im März dazu aufgerufen, Dienstleistungszentren und –agenturen für haushaltsnahe Dienstleistungen als Alternative zum grauen Markt zu begreifen. In ihrer Veranstaltung "Dienstleistungszentren - Chance für Existenzgründerinnen und Arbeitssuchende?" hatte sie mit Praktikerinnen Möglichkeiten zur Schaffung regulärer Arbeitsplätze im Haushalt erörtert. Die Fraktion setzt sich nun dafür ein, die notwendigen Aufwendungen für Versorgung, Betreuung und Erziehung von Unterhaltsberechtigten grundsätzlich steuerlich abzugsfähig zu machen. Die Fraktion will darüber hinaus die systematische Information über die Arbeitsplatzpotenziale in diesem Bereich innerhalb der Bundesagentur für Arbeit verbessern.

Die Frauen Union hält an ihrer Forderung nach einer Anerkennung des privaten Haushalts als Betrieb fest. Kosten für haushaltsbezogene Dienstleistungen müssten voll steuerlich absetzbar sein, um neue Arbeitsplätze zu schaffen, erklärt FU-Vorsitzende Böhmer. Spezielle Existenzgründerinnenseminare könnten Interessentinnen gezielt für diesen Bereich vorbereiten, Haushaltskräfte müssten die Möglichkeit erhalten, sich weiter zu qualifizieren.

Böhmer: „Dienstleistungszentren bieten private Arbeitgeberinnen, die den bürokratischen Aufwand für eine reguläre Beschäftigung scheuen, eine echte Alternative zur Schwarzarbeit und der unmittelbaren Beschäftigung von Haushaltskräften. Auch Ältere können unterstützt durch eine qualifizierte Haushaltskraft aus einem Dienstleistungszentrum so lange wie möglich in ihrer gewohnten Umgebung bleiben.“

 
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