Böhmer: Witwenrente taugt nicht als Sparschwein der Rentenversicherung!

Berlin, 16. April 2004

"Die andauernden Finanzprobleme der Rentenversicherung dürfen nicht dazu ge-nutzt werden, Stimmung gegen Witwen und Witwer zu machen. Mit der Kürzung der Witwenrente von 60 % auf 55 % haben diese bereits einen nennenswerten Beitrag zur Sicherung der Rentenkassen geleistet." Die Vorsitzende der Frauen Union Maria Böhmer weist Vorschläge, die weitere Einsparungen bei der Witwen-rente fordern, als untauglich zurück. Angesichts der geringen Höhe der Witwen-rente und der absehbaren Absenkung des Nettorentenniveaus von derzeit 69,5% auf rund 52% in 2030 würde ein solcher Schritt Frauen in neue Armut bringen. Die durchschnittliche Rente für eine große Witwenrente lag Ende 2002 bei 389,40 €.

Aufgrund von unterdurchschnittlichen Löhnen, von Teilzeitarbeit und der Auszei-ten durch Kindererziehung hätten Frauen nach wie vor eine deutlich niedrigere eigene Rente als Männer. Frauen erhielten derzeit im Schnitt 518 € Rente aus ei-genen Anwartschaften und lägen damit unter dem Grundsicherungsniveau. Nur die Witwenrente bewahre sie vor dem Gang zum Sozialamt! Die Witwenrente sei kein Luxus, sondern schütze die Frauen vor Altersarmut. Beim Bezug der Witwen-rente werde die Rente aus eigenen Anwartschaften angerechnet und die Witwen-rente entsprechend gekürzt.

Böhmer weiter: "Die Witwenrente kann nicht das Sparschwein der Gesetzlichen Rentenversicherung sein. Erst wenn eine ausreichende eigenständige Alterssiche-rung von Frauen durch höhere Anwartschaften aus Erwerbsarbeit, der besseren Anrechnung von Kindererziehungs- und Pflegezeiten gegeben ist, kann langfristig eine Anpassung der Witwenrente in Betracht kommen." Kurzfristig könnten mit einer Absenkung der Witwenrente ohnehin keine Löcher in der Rentenkasse ge-stopft werden, denn gesetzliche Neuregelungen könnten nicht für den Rentenbe-stand sondern nur für Rentenzugänge beschlossen werden.

 
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