Menschenhandel: CDU-Frauen fordern Strafverfolgung für Freier

Weimar, 23. November 2003

25. Bundesdelegiertentag der Frauen-Union debattiert über Globalisierung

Freier, die Menschenhandel ausnutzen, sollen nach dem Willen der Frauen-Union der CDU zukünftig strafrechtlich verfolgt werden. Auf ihrem 25. Bundesdelegiertentag in Weimar forderte die Frauen-Union der CDU außerdem einen verbesserten Aufenthaltsschutz für Opfer von Menschenhändlerringen. Weiter sei eine kleine Kronzeugenregelung nötig, um den betroffenen Frauen die Aussagen vor einem deutschen Gericht zu erleichtern. Nach Angaben der Vereinten Nationen ist Menschenhandel das am schnellsten wachsende kriminelle Geschäft der Welt. Deutschland ist sowohl Zielland als auch Transitland für den Schmuggel mit Menschen. Überwiegend Frauen werden von Menschenhändlern angelockt, unterdrückt und misshandelt, um dann als Arbeitskraft ausgebeutet und zur Prostitution gezwungen zu werden.

Die Frauen-Union kam vom 22. bis 23. November in Weimar zusammen, um diejenigen Herausforderungen der Globalisierung herauszuarbeiten, vor die insbesondere Frauen in Deutschland gestellt sind. Themen in Weimar waren neben Menschenhandel die Biomedizin und die Situation von Frauen auf dem Arbeitsmarkt in Deutschland. Die Reformen im Bereich des Arbeitsmarktes und der sozialen Sicherungssysteme in Deutschland müssen, so die Frauen-Union in ihrem Weimarer Leitantrag, so schnell wie möglich mit dem Ziel verwirklicht werden, dass sie zum einen die positiven Effekte der Globalisierung für Wirtschaft und Arbeitsmarkt in Deutschland fördern und zum anderen der besonderen Lebens- und Erwerbssituation von Frauen gerecht werden. Formal geschlechtsneutrale Sachverständigengutachten wie diejenigen der Hartz-Kommission zum Arbeitsmarkt oder der Rürup-Kommission zur Rentenreform müsse die Bundesregierung nachbessern.

Im Bereich der Biomedizin sprach die Frauen-Union sich für ein weltweites Klonverbot aus. Die Frauen-Union warnte vor einer neuen Form der Prostitution durch den grenzüberschreitende Handel mit menschlichen Organen und rief zum Kampf gegen die Ausbeutung und Verzweckung von Frauen als Rohstofflieferantinnen für die Forschung auf. Die CDU-Frauen forderten ein internationales Vermarktungs- und Handelsverbot von Eizellen, damit Frauen nicht in bislang unbekannter Weise entwürdigt werden können.


 
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