Stopp Gewalt an Mädchen und Frauen!

Berlin, 24.11.2016

„Auch vor dem Konrad-Adenauer-Haus in Berlin wird morgen die Flagge gegen Gewalt an Frauen gehisst. Dieses Zeichen zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen ist notwendiger denn je. Die aktuellen Zahlen zur häuslichen Gewalt an Frauen sprechen für sich: Wir brauchen einen umfassenden Schutz vor sexueller Gewalt. Eine besondere Form von Gewalt ist die gegen Kinder und junge Mädchen, welche durch arrangierte Kinderehen in ihren elementarsten Rechten verletzt werden. Wir wollen ein klares Verbot von Kinder- und Minderjährigenehen umsetzen“, erklärt Annette Widmann-Mauz, Vorsitzende der Frauen Union der CDU, anlässlich des Internationalen Tages gegen Gewalt an Frauen am 25.11.2016.

Konkret spricht sich die Frauen Union gegen Eheschließungen unter 18 Jahren aus. Das Voraustrauungsverbot, das in Deutschland lange Zeit bedeutungslos war, und deshalb abgeschafft wurde, muss wieder eingeführt und sanktioniert werden. Es darf nicht sein, dass das Standesamtsgebot unterlaufen und grundlegende Rechte von Mädchen in sogenannten Nichtehen missachtet werden. Mit dem Gesetz gegen Zwangsheirat wurden auch die Anlauf- und Beratungsstellen ausgebaut. Hier können die betroffenen Mädchen Hilfe bekommen.

Das politische Jahr 2016 stand bereits in mehrfacher Hinsicht ganz im Zeichen der Frauenrechte und der Selbstbestimmung. Denn es wurden nicht nur die Verschärfung des Sexualstrafrechts, sondern auch das von uns nachdrücklich geforderte Prostituiertenschutzgesetz und das Gesetz zur Verhütung und Bekämpfung des Menschenhandels beschlossen.

„Damit sind wir auch einen wichtigen Schritt im Kampf gegen die Zwangsprostitution gegangen. Im Gesetzgebungsverfahren zum Menschenhandel haben wir jetzt auch die Freierstrafbarkeit bei Zwangsprostitution verankert. Das alles sind Themen, die uns Frauen seit Jahren bewegen und für die sich die Frauen Union erfolgreich eingesetzt hat“, betont Annette Widmann-Mauz.

 
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