Geschäftsmäßige Sterbehilfe wird verboten

Berlin, 06.11.2015

„Die geschäftsmäßige Suizidbeihilfe wird verboten - eine gute Entscheidung. Für Sterbehilfevereine und Einzelne, die geschäftsmäßig Menschen zu Tode bringen, wurde vom Gesetzgeber ein großes Stoppschild gesetzt“, erklärt Annette Widmann-Mauz, Vorsitzende der Frauen Union der CDU, anlässlich der Verabschiedung des Gesetzes zur Strafbarkeit der geschäftsmäßigen Förderung der Selbsttötung.

Die Änderungen im Strafrecht werden Vereinen, Ärzten und Einzelpersonen das Organisieren von Selbsttötungen untersagen, die mit Todesmitteln durchs Land reisen und sich dies auch noch bezahlen lassen. Der unbedingte Schutz des Lebens steht weiter im Mittelpunkt.

„Das besondere Grundvertrauen zwischen Ärzten und Patienten wird nicht zerstört. Der Arzt bleibt der Begleiter bis zum Lebensende, nicht der Begleiter in den Tod", betont Annette Widmann-Mauz.

„Sterbehilfe ist Hilfe beim Sterben durch menschliche Begleitung, Zuwendung und gute und erreichbare Palliativmedizin. Geschäftsmäßige Hilfe zum Suizid mit aktiver Werbung, Gebührenverzeichnis und Flatrate-Modell bei Sterbehilfevereinen ist keine vertretbare und menschenwürdige Antwort auf Angst und Leid im Sterben“, ergänzt die Vorsitzende der Frauen Union.

Mit der gestrigen Verabschiedung des Gesetzes zur Verbesserung der Hospiz- und Palliativversorgung durch den Deutschen Bundestag wurde der flächendeckende Ausbau für die Hospiz- und Palliativversorgung gestärkt, damit sterbenskranke Menschen bis zum Schluss Zuwendung und Schmerzlinderung erhalten.

 
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