Lohngerechtigkeit jetzt!

Kassel, 27.09.2015

Lohngerechtigkeit

 „Wir sagen dem Lohnunterschied und den Ursachen dieser Ungerechtigkeit den Kampf an. Auch Gegenwind aus Wirtschaftsverbänden und Gewerkschaften wird uns nicht davon abhalten! Für das Ziel der Lohngerechtigkeit müssen wir die Weichen jetzt richtig stellen“, erklärt Annette Widmann-Mauz, Vorsitzende der Frauen Union der CDU.

Die Frage der Lohngerechtigkeit für Frauen ist bislang ungelöst. Die Lohnlücke liegt seit Jahren in Deutschland nahezu unverändert bei 22 Prozent.

Der 31. Bundesdelegiertentag der Frauen Union der CDU Deutschlands fordert in seinem Leitantrag „Weichen richtig stellen - für mehr Lohngerechtigkeit“ u. a. folgende Maßnahmen:

  • Um das Prinzip „Gleicher Lohn für gleiche oder gleichwertige Arbeit“ besser zur Geltung zu bringen, muss mehr Transparenz hergestellt werden, unter anderem durch eine Verpflichtung für Unternehmen ab 500 Beschäftigte, im Lagebericht nach dem Handelsgesetzbuch (HGB) auch zur Frauenförderung und zur Entgeltgleichheit nach Maßgabe gesetzlicher Kriterien Stellung zu nehmen. Darauf aufbauend ist für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ein individueller Auskunftsanspruch festzulegen.
  • Die Tarifpartner sind gefordert bestehende Tarifverträge auf Lohngerechtigkeit zu prüfen. Bei Neuverhandlungen von Tarifverträgen soll seitens der Tarifpartner nach einheitlichen Verfahren geprüft werden, ob die Arbeitsbewertungsverfahren und Arbeitsbewertungen gerecht sind.
  • Unternehmen sollen dazu aufgefordert werden, erwiesene Entgeltdiskriminierung mithilfe verbindlicher Verfahren gemeinsam mit den Beschäftigten und unter Beteiligung der Interessenvertreterinnen und Interessenvertreter im Betrieb in eigener Verantwortung erwiesene zu beseitigen.
  • Die Bundesregierung soll ein Gesetz zur Weiterentwicklung des Teilzeitrechts vorlegen, indem der Anspruch auf befristete Teilzeit geschaffen wird (Rückkehrrecht).
  • Berufsrückkehrer sollten mit einem „WiedereinstiegsBAföG“ unterstützt werden.
  • Die Berufsberatung ist gefordert, Mädchen und Jungen noch klarer über die Chancen in MINT-Berufen zu beraten.
  • Die Bundesregierung soll haushaltsnahe Dienstleistung noch besser finanziell fördern.
  • Wir fordern eine Frauenquote für Tarifkommissionen der Gewerkschaften und der Arbeitgeber.
 
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