Für eine Stärkung der Palliativmedizin und der Hospizversorgung

Berlin, 12.11.2014

„Wir wissen alle, dass das Sterben Teil des Lebens ist. Dennoch gibt es viele Ängste, vor allem vor Schmerzen und Einsamkeit in der letzten Lebensphase. Ärzte können heute auch sehr starke Schmerzen lindern und die Lebensqualität von schwerstkranken Menschen deutlich verbessern. Die Stärkung der Hospizversorgung und eine Verbesserung gerade auch der ambulanten Palliativversorgung sind die richtigen Schritte. Sterbende sollen sicher sein, überall in Deutschland ausreichende Hilfe zu bekommen. Durch eine verbesserte Sterbebegleitung wird der Wunsch nach Sterbehilfe in den Hintergrund treten“, erklärt Maria Böhmer, Vorsitzende der Frauen Union der CDU, zu den Ausbauplänen von Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe für die Hospiz- und Palliativversorgung.

„Wir brauchen keine Hilfe zum Sterben, sondern Hilfe beim Sterben. Deshalb muss das vorliegende Eckpunktepapier rasch umgesetzt werden. Persönlich plädiere ich für eine klare gesetzliche Regelung für ein Verbot organisierter oder gewerblicher Sterbehilfe. Der ärztlich assistierte Suizid kann keine Lösung sein. Eine gesetzliche Sterbehilfe-Erlaubnis für Ärzte wie in Belgien oder den Niederlanden führen unvermeidlich dazu, dass sich viele kranke und ältere Menschen unter Druck gesetzt fühlen. Sie glauben, selbst aus dem Leben scheiden zu müssen, nur um ihren Nächsten nicht zur Last zu fallen“, so Maria Böhmer.

Mit der finanziellen Stärkung der Hospize, einer besseren Palliatvversorgung besonders in ländlichen Regionen und einer individuellen ganzheitlichen Beratung über Hilfen und Angebote werden schwerstkranke Patientinnen und Patienten in der Sterbephase nicht allein gelassen. Die Würde am Lebensende wird gewahrt. Sterbende werden in den Hospizen liebevoll begleitet und müssen keine Schmerzen haben.

 
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