Muttertag 2012: Rentengerechtigkeit für Mütter!

Berlin, 11.05.2012


„Zum Muttertag gibt es Blumen und Anerkennung in den Familien. Dies allein wird der Leistung von Müttern jedoch nicht gerecht. Die Leistung von Müttern muss auch stärker Anerkennung in der Rente finden. Unsere umlagefinanzierte Rentenversicherung hätte ohne die Erziehungsleistung von Müttern keinen Bestand“, erklärt Maria Böhmer, Vorsitzende der Frauen Union der CDU, anlässlich des bevorstehenden Muttertages am Sonntag. „In Deutschland beziehen Frauen im Durchschnitt um 59,6 Prozent geringere eigene Alterseinkommen als Männer. Hier muss die Politik ansetzen. Die Frauen Union der CDU fordert daher die Anrechnung von weiteren zwei Entgeltpunkten für künftige Rentnerinnen bzw. Rentner für Kindererziehungszeiten für vor 1992 geborene Kinder. Die Finanzierung dieser zusätzlichen Entgeltpunkte ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe“, betont Maria Böhmer.

Ältere Mütter waren in geringerem Umfang erwerbstätig als heute. Ihnen fehlten die Rahmenbedingungen für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Als ihre Kinder klein waren, gab es keinen Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz, kein Elterngeld, keine dreijährige Erziehungszeit mit Rückkehrgarantie, keine Hortbetreuung und keine Ganztagsschulen. In dieser Situation entschieden sich viele Mütter für eine längere berufliche Unterbrechungszeit zur Erziehung ihrer Kinder.

Böhmer: „Mit ihrer Entscheidung für Kinder haben diese älteren Mütter einen wesentlichen Beitrag für unsere Rentenversicherung geleistet. Lebensleistung bedeutet nicht nur Erwerbsarbeit sondern auch Erziehung der Kinder.“

Das ist eine Zukunftsinvestition. Denn Altersarmut von Frauen kann so ursachengerecht und gezielt bekämpft werden. Die Abhängigkeit künftiger Rentnerinnen von staatlicher Unterstützung wird geringer.
 
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