Equal Pay Day 2012: Entgeltlücke=Rentenlücke

Berlin, 22.03.2011


„Mit der Kampagne „Rentenlücke schließen – Kindererziehungszeiten stärker anerkennen“ mobilisiert die Frauen Union bundesweit für eine bessere Alterssicherung von Frauen. Wir wollen Frauen im Alter ebenso absichern wie Männer. 23 Prozent Entgeltlücke und 60 Prozent Rentenlücke sind genug: Die Frauen fordern Rentengerechtigkeit“, erklärt Maria Böhmer, Vorsitzende der Frauen Union der CDU, anlässlich des morgigen Equal Pay Days. Böhmer: „Nicht nur am Brandenburger Tor in Berlin gehen morgen Frauen auf die Straße und machen auf die Entgeltlücke von 23 Prozent aufmerksam. Im Alter setzt sich die Entgeltlücke in der Rentenlücke fort. Geringe eigene Frauenrenten sind das Ergebnis. Die durchschnittliche eigene Rente einer Frau beträgt 645 Euro. Im Gegensatz dazu erhält ein Mann durchschnittlich 1595 Euro eigene Rente. Die Rentenlücke beträgt in Deutschland also 59,6 Prozent.“

„Gerade Frauen im mittleren Alter, deren Kinder heute schon erwachsen sind und die noch nicht in Rente sind, haben längere Zeit wegen der Kindererziehung im Beruf ausgesetzt. Kita-Plätze waren Mangelware und der berufliche Wiedereinstieg war noch schwierig. Diese Generation von Frauen wird von der Absenkung des Rentenniveaus und den Änderungen bei der Witwenrente oder auch des Scheidungsunterhalts finanziell negativ betroffen sein. Hier droht Altersarmut“, streicht Maria Böhmer heraus.

Die Frauen Union will Rentengerechtigkeit für Frauen: Mütter, deren Kinder vor 1992 geboren wurden, bekommen nur ein Jahr Kindererziehungszeit in der Rente anerkannt. Das bedeutet ein Rentenplus von 27 Euro im Monat. Für Kinder, die ab 1992 auf die Welt kamen, werden drei Jahre angerechnet, also 82 Euro im Monat. Die Erziehungszeiten werden wie die Pflichtbeitragszeiten eines Durchschnittverdieners in der Deutschen Rentenversicherung bewertet.

Daher fordert die Frauen Union der CDU: Eine Aufwertung der Kindererziehungszeiten in der Rente für jedes Kind für alle künftigen Rentnerinnen. Das heißt: Jedes Kindererziehungsjahr bedeutet ein Rentenplus von 27 Euro im Monat.

„Wir haben gute Argumente: Rente ist Lohn für Lebensleistung - Kindererziehung ist Teil der Lebensleistung von Frauen. Wir brauchen jetzt Maßnahmen zur Stärkung der eigenständigen Alterssicherung von Frauen, um Altersarmut vorzubeugen“, betont Maria Böhmer.
 
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