Familienpflegezeit erleichtert die Vereinbarkeit von Beruf und Pflege

Berlin, 23.03.2011

„Die Familienpflegezeit ist ein großer Fortschritt für eine menschenwürdige häusliche Pflege in vertrauter Umgebung und die Chance weiter im Beruf zu bleiben. Sie ist ein Ausweg für viele Berufstätige, die ihre nahen Angehörigen selbst zu Hause pflegen möchten, jedoch nicht ihre wirtschaftliche Existenz gefährden wollen. Die Familienpflegezeit stärkt Familien in ihrem Zusammenhalt und das Eintreten füreinander“, begrüßt Maria Böhmer, Vorsitzende der Frauen Union der CDU Deutschlands, den Beschluss des Bundeskabinetts zum Gesetzentwurf zur Vereinbarkeit von Pflege und Beruf.

Für pflegende Angehörige besteht künftig die Möglichkeit, in einem Zeitraum von bis zu zwei Jahren mit reduzierter Stundenzahl im Beruf weiter zur arbeiten. Dabei sei hervorzuheben, dass die pflegenden Angehörigen ein Gehalt in Höhe von 75 Prozent ihres letzten Bruttoeinkommens erhalten und so ein finanzieller Engpass in der Pflegephase verhindert werde.

„Frauen sind im besonderen Maße vom Thema Pflege betroffen. Sie stellen nicht nur den größten Anteil der Pflegebedürftigen, sondern auch der Pflegenden. Sie gilt es zu unterstützen bei der Vereinbarkeit von Pflege und Beruf. Gerade mit Blick auf das Problem der Altersarmut bewirkt die Familienpflegezeit, dass die Rentenansprüche etwa auf dem Niveau der Vollzeitbeschäftigung bleiben“, so Maria Böhmer weiter.

Die bzw. der pflegende Angehörige wird zur Absicherung seines Arbeitgebers eine private Familienpflegezeitversicherung abschließen und nach Ablauf der Pflegezeit weiter nur 75 Prozent seines Gehalts erhalten, bis er den Gehaltsvorschuss zurückgezahlt hat.

 
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