Kreisvorsitzenden-Konferenz der Frauen Union der CDU am 4.9.2010 in Mainz

Berlin, 06.09.2010

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Wo sind die weiblichen Dax-Vorstände?

"Die Zeit ist reif für Frauen in Führungspositionen. Weitsichtige in der Wirtschaft erkennen, dass nur mit mehr Frauen an der Spitze unsere Unternehmen dem Wettbewerb standhalten werden", erklärt Maria Böhmer, Vorsitzende der Frauen Union der CDU.

Unter dem Motto "Frauen + Führung = Chancen der Wirtschaft" diskutierten 250 Frauen aus der Frauen Union und Frauenverbänden mit Vertreterinnen und Vertretern aus Politik und Wirtschaft in Mainz. Die Podiumsteilnehmer mit der CDU-Spitzenkandidatin für die Landtagswahl in Rheinland Pfalz, Julia Klöckner, der bayerischen Justizministerin Beate Merk, der saarländischen Arbeitsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer, E.ON - Vorstandsmitglied Regine Stachelhaus und Dr. Werner Schnappauf, dem Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Deutschen Industrie, spürten die Aufbruchstimmung bei den Frauen.

"Die Frauen wollen nicht länger warten. Sie drängen nach vorn. In der Wirtschaft gibt es Bewegung. Diese Chance müssen wir Frauen jetzt nutzen. Die Frauen Union will den Frauenanteil in Aufsichtsräten zeitnah auf einen Mindestanteil von einem Drittel erhöhen. Das Ziel ist es, dass beide Geschlechter mit mindestens 40 Prozent in Aufsichtsräten vertreten sind. Zur Durchsetzung fordert die Frauen Union gesetzliche Regelungen", unterstrich Maria Böhmer.

Die Selbstverpflichtung der Wirtschaft aus dem Jahr 2001, mehr Frauen in die Führungsetagen zu bringen, muss nach Ansicht von Werner Schnappauf weiterentwickelt werden. Derartige Zielvereinbarungen müssten auch überprüft werden können. Regine Stachelhaus hob klar hervor, dass die Frauenförderung zum selbstverständlichen Bestandteil der Unternehmenskultur werden müsste. Sie kämpfe dafür, dass dies in allen Bereichen mitgetragen werde. Julia Klöckner setzte sich für eine gesetzliche Quote ein. Wenn Selbstverpflichtungen nicht funktionierten, dann sei es Zeit für die Quote. Ihr persönlicher Einstieg in der Politik zeige, dass die Quote helfe. Erst auf Grundlage ihres Listenplatzes, der mit einer Frau besetzt werden sollte, konnte sie ihre Kompetenz beweisen und den Wahlkreis in der Folge direkt gewinnen. Nicht locker lassen will Annegret Kramp-Karrenbauer. Die stellvertretende Vorsitzende der Frauen Union erwartet bis Ende der Legislaturperiode einen konkreten Zeitplan für weitere verbindliche Schritte für mehr Frauen in Aufsichtsräten. Sie setzt sich wie Beate Merk dafür ein, dass die Politik, dort wo sie selbst Verantwortung trägt, Vorbild bei der Frauenförderung wird. Beide Ministerinnen haben in der Justizministerkonferenz und in der Frauenministerkonferenz Vorstöße für mehr Frauen in den Spitzenpositionen der Wirtschaft unternommen.

Frauen fördern Frauen

Unter dem Motto "Frauen fördern Frauen" baut die Frauen Union der CDU die bewährten Elemente der Zielgruppenwerbung und des Mentoring weiter aus. Ergänzend zum Mentoring-Programm wird als weiterer Baustein der Frauenförderung ein Coaching eingeführt und zwar in Form einer "Virtuellen Akademie". Das Coaching setzt an den individuellen Bedürfnissen und Vorkenntnissen der Frauen an. Jede kann einsteigen, jede kann sich weiterbilden. Patricia Peill hat für den Bundesvorstand der Frauen Union dieses Personalentwicklungsinstrument ausgearbeitet und es im Detail vorgestellt.

Böhmer: "Kreisverbänden wird damit ein Instrument an die Hand gegeben, interessierten Frauen gezielt Hilfestellungen für die Übernahme politischer Aufgaben zu geben. Landesverbände erhalten die Möglichkeit, Personalentwicklung systematisch anzugehen. Jede Einzelne kann selbst prüfen, welche Kompetenzen schon vorhanden sind und wo es weitere Entwicklungsmöglichkeiten gibt."

Ein zusätzlicher Baustein des "Frauen fördern Frauen"-Ansatzes ist das Migrantinnen-Netzwerk. Es besteht jetzt schon im zweiten Jahr und der Kreis der Migrantinnen, die davon erfahren und mitmachen, wird immer größer. Das Netzwerk wird gemeinsam von Ministerin Aygül Özkan, dem CDU-Vorstandsmitglied Emine Demirbüken-Wegner und der niedersächsischen Integrationsbeauftragten Honey Deihimi geleitet.

Honey Deihimi stellte die Arbeit des Netzwerkes vor und formulierte unter der Devise "Ansprechen & Mitnehmen" das Ziel des Migrantinnen-Netzwerkes. Auf diesem Politikfeld wird die Frauen Union ihre Pionierarbeit weiter fortsetzen.

 
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