Gleichstellung per Lohnsteuerkarte jetzt!

Berlin, 07.05.2010

Gerechtigkeit für Familien ist ein zentrales Anliegen der Frauen Union. Gerechte Entlohnung und geeignete Rahmenbedingungen für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf gehören selbstverständlich dazu. Der Muttertag am 9. Mai ist in besonderer Weise geeignet, in den Blick zu rücken, dass der ausgezahlte Nettolohn von Frauen immer noch zu häufig nicht den tatsächlich von ihnen erwirtschafteten Anteil am Familieneinkommen entspricht.

Dies ist dann der Fall, wenn Ehemänner in der Lohnsteuerklasse III und die Ehefrauen in der Lohnsteuerklasse V veranlagt sind. Das muss nicht sein!

"Steuern fair teilen! Ehepaare können seit dem 1. Januar 2010 beim Ehegattensplitting das so genannte Faktorverfahren nutzen. Bei der Wahl der Steuerklassenkombination IV/IV mit Faktor errechnet das Finanzamt einen Faktor, der die steuermindernde Wirkung des Splittingverfahrens beim Lohnsteuerabzug berücksichtigt. Der Vorteil des Ehegattensplittings wird so bei jeder Gehaltsabrechnung und somit auch die Lohnsteuerbelastung fair und gleichberechtigt zwischen den Ehepartnern verteilt", erklärt Maria Böhmer, Vorsitzende der Frauen Union der CDU.

"Frauen haben nach wie vor häufig ein geringeres Einkommen als ihre Männer. Zumeist kümmern sie sich im stärkeren Umfang um die Erziehung der Kinder und sind daher teilzeitbeschäftigt. 94 Prozent der Steuerpflichtigen mit Lohnsteuerklasse V sind Frauen. Sie leisten damit monatlich vergleichsweise hohe Lohnsteuervorauszahlungen. Dabei vergessen viele Frauen, dass beispielsweise die Höhe von Lohnersatzleistungen wie des Eltern-, Mutterschafts- oder Arbeitslosengeldes sich am Nettolohn orientiert", so Böhmer weiter.

"Die Frauen Union der CDU hat schon vor Jahren die Abschaffung der Lohnsteuerklasse V gefordert. Mit der Einführung des Faktorverfahrens ist ein weiterer wichtiger Schritt für die tatsächliche Gleichstellung von Frauen und Männern erreicht. Mit dieser Regelung wird die Motivation von Frauen gestärkt nach der Erziehungsphase in den Beruf zurückzukehren", betont Maria Böhmer, Vorsitzende der Frauen Union.

 
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