Neuregelung zur Spätabtreibung im Deutschen Bundestag

Berlin, 18.12.2008

"Eine neue Regelung für die Vermeidung von Spätabtreibungen ist seit Jahren überfällig. Wir brauchen eine Verankerung von Beratungspflichten im Schwangerschaftskonfliktgesetz. Zurzeit sind Schwangerschaftsabbrüche nach der 23. Woche im Gegensatz zu Abbrüchen in den ersten drei Monaten ohne jede Beratung möglich. Mit Fortsetzen der Schwangerschaft wird damit der Lebensschutz geringer", erklärt Maria Böhmer, Vorsitzende der Frauen Union der CDU, anlässlich der ersten Lesung der drei Gesetzentwürfe zur Änderung des Schwangerschaftskonfliktgesetzes im Deutschen Bundestag.

Böhmer: "Die Frauen Union der CDU spricht sich dafür aus, dass die Frauen in der schwierigen Situation nach der Diagnose einer möglichen geistigen oder körperlichen Behinderung des Kindes umfassende Hilfe erhalten. In dieser ethischen Entscheidungssituation dürfen die Frauen nicht allein gelassen werden. Auch die Väter sind in den Entscheidungsprozess einzubeziehen. Eine Beratungspflicht der Ärzte über medizinische und psychosoziale Aspekte und eine Bedenkzeit von drei Tagen sind unerlässlich. Die Erfüllung der Aufklärungs- und Beratungspflicht ist vom Arzt zu dokumentieren.

Die Frauen Union der CDU unterstützt deshalb den Gruppenantrag aus den Reihen der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und vielen anderen zur Änderung des Schwangerschaftskonfliktgesetzes."

 
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