Schutz vor Missbrauch genetischer Informationen gestärkt!

Berlin, 03.09.2008

"Der Entwurf des Gendiagnostikgesetzes sichert die Persönlichkeitsrechte der Bürgerinnen und Bürger an ihren genetischen Daten. Damit wird das Recht auf informationelle Selbstbestimmung geschützt. Allein die betroffene Person entscheidet über die Verwendung ihrer genetischen Daten und Proben", erklärt die Vorsitzende der Frauen Union der CDU Deutschlands, Maria Böhmer.

Böhmer: "Mit dem Gesetz wird der Fortschritt in der Gendiagnostik für Bürgerinnen und Bürger nutzbar gemacht. Zugleich bietet es Schutz vor genetischer Diskriminierung. Kein Arbeitgeber darf genetische Untersuchungen verlangen. Auch Versicherungsunternehmen dürfen von den Versicherungsnehmern weder die Durchführung noch Auskünfte über bereits durchgeführte Gentests einfordern. Ausnahmen gelten lediglich bei Lebensversicherungen über 300 000 Euro. Auch das Verbot heimlicher Vaterschaftstests ist ein wichtiger Fortschritt. Betroffene müssen vor der Abstammungsuntersuchung einwilligen.

Vorgeburtliche genetische Untersuchungen werden auf medizinische Zwecke beschränkt und sie müssen für die Gesundheit des Fötus oder Embryos entscheidend sein. Ich begrüße ausdrücklich die vorgesehene Beratungspflicht, da die Ergebnisse oft bei der Entscheidung über eine mögliche Abtreibung eine Rolle spielen. Die Frauen und ihre Partner brauchen eine umfassende Beratung".

 
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