50 Jahre Gleichberechtigungsgesetz!

Berlin, 30.06.2008

"Mit dem ersten Gleichberechtigungsgesetz wurde vor 50 Jahren ein Meilenstein für die Gleichstellung von Frauen und Männern gesetzt. Im Sinne des Gleichberechtigungsgebots von Artikel 3 Grundgesetz wurden verfassungsrechtlich bedenkliche Regelungen des Bürgerlichen Gesetzbuches revidiert", erklärt die Vorsitzende der Frauen Union der CDU Deutschlands, Maria Böhmer, anlässlich des Inkrafttretens des Gleichberechtigungsgesetzes am 1. Juli 1958.

Das Bürgerliche Gesetzbuch von 1900 schrieb vor, dass der Mann in allen die eheliche Lebensgemeinschaft und die Erziehung der Kinder betreffenden Fragen die letzte Entscheidung hatte. Eine Frau durfte ohne Einwilligung des Ehemannes nicht berufstätig sein und er konnte die berufliche Anstellung seiner Frau kündigen. Durch zahlreiche Änderungen, besonders im Familienrecht wurden diese Regelungen beseitigt.

"Nach diesem Etappenziel ging der Kampf um die Gleichstellung der Frau natürlich weiter. 1994 setzte die Union mit der Ergänzung des Artikels 3 Grundgesetz um den Zusatz "Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin" und dem zweiten Gleichberechtigungsgesetz des Bundes einen weiteren Meilenstein für Frauen.

Aber auch heute Frauen verdienen in Deutschland durchschnittlich 22 Prozent weniger als Männer. Die Gleichberechtigung von Frauen auf dem Arbeitsmarkt liegt noch in weiter Ferne. Wir brauchen mehr Frauen in Führungspositionen. In der Wirtschaft, Verwaltung und der Wissenschaft sind Frauen immer noch unterrepräsentiert. Als Frauen Union setzen wir uns besonders dafür ein, die Chancen von Frauen auf dem Arbeitsmarkt zu verbessern. Das 21. Jahrhundert soll das Jahrhundert der Frauen werden", fordert die FU-Vorsitzende.

 
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