Böhmer: Bekämpft die Genitalverstümmelungen!

Berlin, 26.06.2008

"Wir brauchen in Deutschland und in der Entwicklungszusammenarbeit ein noch stärkeres öffentliches Bewusstsein zur Bekämpfung von Genitalverstümmelungen. Gewalt gegen Frauen darf in keiner Form geduldet werden. Genitalverstümmelungen an Frauen und Mädchen gehören zu den schwersten Menschenrechtsverletzungen", erklärt Maria Böhmer, Vorsitzende der Frauen Union der CDU.

"Genitalverstümmelung ist eine schwere Körperverletzung, die auch als solches geahndet wird. Trotz der Strafbarkeit werden sie jedoch aus traditionellen Gründen von den Eltern durchgesetzt. Hier gilt es anzusetzen. Die Eltern, vor allem die Mütter müssen überzeugt werden, Genitalverstümmelungen bei ihren Töchtern entgegenzutreten. Der Kreislauf der Gewalt muss ein Ende finden. Prävention und Aufklärung über die grausamen körperlichen und psychischen Folgen von Genitalverstümmelung für Frauen sind eine wichtige Grundlage für eine wirksame Bekämpfung der weiblichen Genitalverstümmelung", betont die FU-Vorsitzende.

Die heutige Debatte des Deutschen Bundestages zum gemeinsamen Antrag der Koalitionsfraktionen zur wirksamen Bekämpfung der weiblichen Genitalverstümmelung sensibilisiere eine breitere Medienöffentlichkeit für dieses wichtige Thema. Genitalverstümmelungen seien nicht allein in den Entwicklungsländern ein Problem, sondern auch in Deutschland. Auch hier lebe eine große Zahl von Migrantinnen, die unter den Folgen von Genitalverstümmelungen leide.

 
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