Böhmer: Auszeit für Pflege ein wichtiges Signal

Berlin, 06.11.06

 „ Eine berufliche Auszeit zur Pflege eines Angehörigen ist besonders für Frauen ein wichtiges Signal, damit eine reelle Chance für eine Berufsrückkehr gewahrt wird", so Maria Böhmer, Vorsitzende der Frauen Union der CDU.

Die Pläne der Bundesregierung zur Einführung  einer Pflegezeit seien ein sinnvolles Konzept, weil es den Arbeitnehmern ermögliche, für die Pflege von Angehörigen ihre Berufsausübung zu unterbrechen. In einer ersten Phase habe die Arbeitnehmerin  oder der Arbeitnehmer einen Anspruch auf Freistellung für sechs Monate. Für diese Zeit erhalte der Angehörige kein Gehalt, aber einen Anspruch, wieder eingestellt zu werden. Eine Teilzeitregelung wäre ebenfalls möglich. Der Betroffene könnte dann noch einmalig die Pflegezeit um weitere sechs Monate verlängern.

In akuten Pflege- oder Krankheitsfällen oder zur Sterbebegleitung könnten sich somit Angehörige zumindest zeitlich begrenzt, um die Familienmitglieder und Lebenspartner kümmern, ohne ihren Arbeitsplatz zu gefährden. Die Regelungen kämen dem Bedürfnis der Menschen nach, die Pflege der Angehörigen bei sich zu Hause zu übernehmen. Eine aktuelle Umfrage im Auftrag eines Apothekenmagazins belege, dass jeder zweite Deutschen (51, 9 Prozent) die Pflege zu Hause favorisiere. Gerade Frauen seien bereit, sich um die Angehörigen zu kümmern (58,1 Prozent). Die Realität zeige, dass derzeit vorrangig Frauen die Pflege übernähmen. Als Motiv wird überwiegend Liebe und Zuneigung genannt.

„Diese Umfrage belegt, dass die häusliche Pflege und das Leben in der vertrauten Umgebung gegenüber einer anonymen Unterbringung im Krankenhaus oder Pflegeheim vorgezogen werden. Die zu pflegenden Angehörigen können so weiterhin am Familienleben teilnehmen", bekräftigt Maria Böhmer.

 
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