Frauen Union fordert verbindliche Früherkennungsuntersuchungen

Fulda, 21.10.2006

„Der Schutz von Kindern vor Verwahrlosung und Misshandlung kann nur erfolgreich sein, wenn wir die Chance haben, dem vorzubeugen und die Anzeichen dafür frühzeitig zu erkennen"; erklärt die Bundesvorsitzende der Frauen Union der CDU, Maria Böhmer. Im Vorfeld der Kreisvorsitzenden-Konferenz der Frauen Union der CDU in Fulda hat der Bundesvorstand der Frauen Union den Beschluss gefasst, dass die frühen Hilfen für Eltern und Kinder und soziale Frühwarnsysteme verbindliche Früherkennungsuntersuchungen einschließen müssen.

Diese Verbindlichkeit der Untersuchungen bei Kindern sei grundlegend. Der Datenschutz dürfe nicht über das Recht der Kinder gesetzt werden. Früherkennungsuntersuchungen als Element der gesundheitlichen Prävention müssten mit den existierenden Strukturen der Jugendhilfe verzahnt werden. So sei gewährleistet, dass diese im Bedarfsfall besser greifen, wie es das Konzept zu den sozialen Frühwarnsystemen des Bundesfamilienministeriums vorsieht.

„Kinderrechte sind Menschenrechte! Die Fälle von Kindesmisshandlung haben uns aufgerüttelt. Ein Zeichen ist überfällig, dass die Rechte und die Würde der Kinder von Staat und Gesellschaft geschützt werden", so Maria Böhmer.

Deshalb habe sich der Bundesvorstand der Frauen Union für die Aufnahme von Kinderrechten in das Grundgesetz ausgesprochen. Davon ginge das Signal aus, dass Kinderrechte eine übergeordnete Bedeutung haben. Jeder einzelne Fall von Verwahrlosung und Kindesmisshandlung habe gezeigt, dass alle Kraft zum Schutz der Kinder einzusetzen sei.

 
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