Entdeckung der Familie als Markenzeichen

Berlin, 16.10.2006

„Der Familien-Gipfel verdeutlicht das Entstehen einer Unternehmenskultur, die endlich erkennt, dass Familienfreundlichkeit ein Markenzeichen ist. Die Bundesregierung und Vertreter der Deutschen Wirtschaft haben damit einen weiteren  Schritt auf dem Weg hin zu einer familienbewussten Arbeitswelt getan", begrüßt die Bundesvorsitzende der Frauen Union, Maria Böhmer, die Erklärung der Bundesregierung und der Impulsgruppe „Allianz für die Familie". Bei einem  ersten Spitzengespräch zu Familie und Wirtschaft unter Leitung von Bundeskanzlerin Angela Merkel unterzeichneten die Partner heute eine gemeinsame Erklärung mit dem Titel "Deutschland braucht eine familienbewusste Arbeitswelt".

Der Balanceakt zwischen Familie und Erwerbstätigkeit sei in Deutschland weitaus schwieriger als in anderen europäischen Ländern. „Wir müssen den jungen Müttern und Vätern bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf helfen", fordert Maria Böhmer. Häufig fielen der Abschluss der Ausbildung, der Einstieg in die Erwerbstätigkeit und die Gründung einer stabilen Partnerschaft und Familie zeitlich zusammen. Diese Rush-Hour des Lebens müsse entzerrt werden. Noch immer kehrten viele Frauen nach der dreijährigen Elternzeit nicht mehr an ihren Arbeitsplatz zurück, da sie zu wenige Möglichkeiten sähen, Job und Kind zu vereinbaren. „Die Betriebe haben jedoch großes Interesse an einer Weiterbeschäftigung ihrer qualifizierten Mitarbeiterinnen. Deshalb ist es so wichtig, familiengerechte Arbeitszeitmodelle zu entwickeln und nicht jobgerechte Familien zu fordern. Familien brauchen Zeit", stellt Maria Böhmer fest.

Gerade die Förderung betrieblicher Kindergärten könne Familien entlasten. Das von der Bundesregierung geplante Programm zur Förderung der betrieblichen Kinderbetreuung sei hilfreich, besonders mit Blick auf kleinere und mittlere Unternehmen,. Vielfältige Möglichkeiten ergänzender Kinderbetreuung müssten in den Blick genommen werden. Pragmatische Lösungen für Kinderbetreuung in Ferienzeiten, Notfalltagesmütter, Firmenbesprechungen nur am Vormittag, Jobsharing auch in Führungspositionen seien hier nur als Stichworte genannt. „Die Wirtschaft ist jetzt am Zug!" fordert die Vorsitzende der Frauen Union.

 
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