Keine Einschnitte bei der Witwenrente
 

Berlin, 11.08.2006

„Bei der gesetzgeberischen Umsetzung der Rente mit 67 darf die Witwenrente nicht angetastet werden.  Die Verknüpfung einer Kürzung bei der „Großen Witwenrente" sowie der Hinterbliebenenrente mit der Erwerbsminderungsrente ist indiskutabel", so die Vorsitzende der Frauen Union, Maria Böhmer. Eine Reform der Witwenrente setze den Aufbau einer eigenständigen Alterssicherung für Frauen voraus. Solange Frauen jedoch über diese nicht verfügten, solange verböten sich auch weitere Eingriffe in die Hinterbliebenenversorgung. Maria Böhmer: „Nach der Verschärfung der Anrechnungsvorschriften in der Rentenversicherung dürfen wir Frauen nicht noch weiter belasten. Mit der Berücksichtigung von privaten Vorsorgeleistungen, eigenen Rentenansprüchen und Betriebsrenten, ist die Witwenrente sowieso schon eingeschmolzen worden."

 

Mit der Kürzung der Witwenrente von 60 Prozent auf 55 Prozent bei der Rentenreform 2001 hätten Hinterbliebene bereits einen nennenswerten Beitrag zur Sicherung der Rentenkassen erbracht. Angesichts der geringen Höhe der Witwenrenten und der absehbaren Absenkung des Nettorentenniveaus auf rund 52 Prozent in 2030 würden wieder einmal vorrangig Frauen getroffen.

Die Entwicklung bei der Erwerbstätigkeit zeige zwar Veränderungen bei Frauen der jüngeren Generation. Eine steigende Zahl von Ehepartnern verfüge über eigene Rentenansprüche. Bis zu einem Gleichgewicht der Ansprüche, gäbe es aber noch viele Frauen, die auf die Witwenrente angewiesen sind.

 
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