Chancen zur Finanzierung von Bildung nutzen

Berlin, 17.07.2006

Maria Böhmer: „Die Finanzierung einer umfassenden Bildungsreform ist möglich. Der demographische Wandel bietet Chancen für eine zukunftsgerichtete Bildungspolitik."  Die neue Studie der Prognos AG „Demographie als Chance" offenbart die einmalige Möglichkeit, freiwerdende Gelder durch den Rückgang der Schülerzahlen als zukunftsgerichtete Investition in unser Bildungssystem zu nutzen, so die FU-Vorsitzende. Bis zu 100 Milliarden Euro könnten bis zum Jahr 2020 im Bildungssystem neu verteilt werden. Diese Gelder in Milliardenhöhe sollten nicht in den Länderhaushalten zum Stopfen von Haushaltslöchern genutzt werden.

Die Vorsitzende der FU fordert: „Der Kindergarten entwickelt sich immer stärker zur Bildungseinrichtung. Die Finanzierung von Bildungseinrichtungen ist Aufgabe der Länder. Wir brauchen erhöhte Investitionen in die frühkindliche Bildung und Erziehung. Der beitragsfreie Kindergartenplatz muss unser Ziel sein." Eine qualitativ hochwertige pädagogische Betreuung und frühkindliche Bildung für die Kinder im Vorschulalter und der Ausbau von Ganztagsschulen böten genügend Handlungsbedarf.

Der Bericht der Bundesregierung über den Stand des Ausbaus für ein bedarfsgerechtes Angebot an Kindertagesbetreuung für Kinder unter drei Jahren zeige, dass man sich die erhöhte Versorgungsquote genauer ansehen müsse: gerade in den westlichen Flächenländern und Stadtstaaten sei die Steigerung bei der Betreuungsquote vor allem durch den Rückgang der Kinderzahl bedingt. Deshalb müsse sehr auf einen „echten" Ausbau von Betreuungsangeboten geachtet werden. Trotz positiver Impulse durch das Tagesbetreuungsausbaugesetzes (TAG) in den Kommunen, sind die jeweiligen Anstrengungen höchst unterschiedlich. Ziel ist eine bedarfsgerechte flächendeckende Versorgung in ganz Deutschland. Der Wohnort eines Kindes darf nicht entscheidend dafür sein, ob ihm alle Chancen für Bildung und Betreuung offen stehen.

 
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