Frauen Unionen von CDU und CSU wollen gemeinsame Schlagkraft für Integration nutzen

Berlin, 17. Mai 2006

Maria Böhmer und Emilia Müller

Die Vorsitzenden der Frauen Unionen von CDU und CSU, die Staatsministerinnen Maria Böhmer und Emilia Müller, sehen in der Integrationspolitik eine wichtige Zukunftsaufgabe für die gesellschaftliche Entwicklung. Ab 2010 habe jeder zweite Mitbürger unter 40 Jahren in den großen Städten Deutschlands einen Migrationshintergrund. Parallelgesellschaften dürften nicht länger geduldet werden. Zugewanderten Frauen und  Müttern komme eine Schlüsselrolle für eine gelingende Integration zu.

Der internationale PISA-Bericht zu den Chancen von Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund zeige einen besorgniserregenden Leistungsabstand zwischen den Kindern der ersten und zweiten Einwanderergeneration. Während in fast allen Ländern ein Kompetenzzuwachs im Zeitablauf und zwischen den Generationen festgestellt würde, ist dies in Deutschland umgekehrt. Kinder und Jugendliche, aus neu zugewanderten Familien, erzielten bessere Leistungen als Kinder mit Migrationshintergrund, die in Deutschland geboren, aufgewachsen  und zur Schule gegangen seien. Die Sprache des Elternhauses hätte dabei einen großen Einfluss.  Die Brautsuche im Herkunftsland führe häufig dazu, dass die Mütter die deutsche Sprache nicht beherrschen. Der enge Zusammenhang der Beherrschung der deutschen Sprache und ihrer Anwendung im Alltag und in der Familie mit den erzielten schulischen Leistungen offenbare die Notwendigkeit der Sprachförderung vom frühen Kindesalter an. „Elternhaus, Kindergarten und Grundschule müssen an einem Strang ziehen. Die Einbeziehung der Eltern und besonders der Mütter in die vorschulischen und schulischen Angebote ist unerlässlich“, forderten Böhmer und Müller.

Auf ihrer gemeinsamen Vorstandssitzung in Würzburg betonten die FU-Vorsitzenden: „Integration ist wie ein Vertrag. Wir wollen Menschen mit Migrationshintergrund eine persönliche und berufliche Lebensperspektive in unserem Land eröffnen. Wer jedoch die Regeln verletzt, der muss mit Konsequenzen rechnen. “Es dürfe nicht länger geduldet werden, dass Mädchen vom Sexualkundeunterricht in der Schule oder von Klassenfahrten abgemeldet würden“, so Böhmer  und Müller.

Erstmals seit ihrem Bestehen trafen sich die Vorstände der Frauen Unionen von CDU und CSU zu einer gemeinsamen Vorstandssitzung in Würzburg. Die Vorsitzenden der Frauen Unionen von CDU und CSU würdigten dieses Ereignis als Zeichen einer engen Partnerschaft in der Gleichstellungs- und Familienpolitik und als Aufbruch zu neuen Wegen, um wichtige gesellschaftspolitische Themen gemeinsam voranzutreiben.

 
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