Unionsantrag: Spätabtreibungen vermeiden!

Berlin, 26. Oktober 2004 

Die Union fordert in einem Bundestagsantrag Maßnahmen zur wirksamen Vermeidung von Spätabtreibungen. Die Zahl der Spätabbrüche steigt seit 2001 an. Es besteht die konkrete Befürchtung, dass Schwangerschaftsabbrüche allein wegen der Behinderung des Kindes unter Inanspruchnahme des Tatbestandes der medizinischen Indikation erfolgen. Dies steht in Widerspruch zur gesetzlichen Regelung. FU-Vorsitzende Maria Böhmer: "Die bisherigen Erfahrungen mit den derzeitigen gesetzlichen Regelungen für Schwangerschaftsabbrüche zeigen, dass der Schutz auch des behinderten ungeborenen Lebens den verfassungsrechtlichen Anforderungen nicht genügt. Die Unionsfraktion fordert daher die Klarstellung der Absichten des Gesetzgebers und ergänzende Hilfen mit dem Ziel einer wirksamen Vermeidung von Spätabtreibungen."

Schwangerschaftsabrüche sind in Fällen der medizinischen Indikation nicht rechtswidrig. Die medizinische Indikation ist jedoch daran geknüpft, dass das Leben der Schwangeren in Gefahr ist oder eine schwerwiegende Beeinträchtigung des körperlichen oder seelischen Gesundheitszustands der Schwangeren droht. Auch nach der Drei-Monats-Frist ist in diesen Fällen ein Abbruch noch möglich. Dies gilt auch, wenn der Embryo bereits lebensfähig wäre. Eine Beratung ist in diesen Fällen gesetzlich nicht vorgesehen.

Antrag "Vermeidung von Spätabtreibungen - Hilfen für Eltern und Kinder"

 
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