OECD-Studie zeigt: Mehr Praxisausbildung für künftige Lehrer nötig!

Berlin, 22. September 2004

Deutsche Lehrerinnen und Lehrer sind älter als ihre Kollegen in anderen Ländern und oft unzufrieden mit ihrem Job. Zu diesem Ergebnis kommt die am Mittwoch vorgestellte Studie der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) "Anwerbung, berufliche Entwicklung und Verbleib von qualifizierten Lehrerinnen und Lehrern". "Ziel muss es zukünftig sein, Lehrer besser für ihren Beruf zu qualifizieren und die Lehrtätigkeit regelmäßig zu überprüfen", folgert FU-Vorsitzende Maria Böhmer. Zudem müsse das Lehramtstudium vom ersten Semester an auf die Schulpraxis ausgerichtet sein. Im Studium erworbene Kenntnisse müssten in verpflichtenden berufsbegleitenden Fortbildungen aufgefrischt und ergänzt werden.

Lehrerfortbildung sollte nach Böhmers Auffassung bevorzugt schulintern und außerhalb der Unterrichtszeit erfolgen. Böhmer fordert weiter, die Leistung der Lehrerinnen und Lehrer zur Erhöhung der Unterrichtsqualität kontinuierlich zu überprüfen. Schulen müssten zudem selbst ihre Lehrkräfte auswählen dürfen. Zu Bedenken gibt die FU-Vorsitzende jedoch, dass lediglich acht Schulen getestet wurden. Böhmer: "Für 42.000 Schulen ist das nur sehr bedingt repräsentativ." Auch hätten die OECD-Experten lediglich vier von sechzehn Bundesländern besucht.

 
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