| 5. Integrationsgipfel |
Berlin, 01.02.2012
Auf dem 5. Integrationsgipfel im Bundeskanzleramt wurde am 31. Januar 2012 von Bundeskanzlerin Angela Merkel und der Integrationsbeauftragten Maria Böhmer der Nationale Aktionsplan Integration vorgestellt. Sprachförderung, Migranten im öffentlichen Dienst, bürgerschaftliches Engagement sowie Medien und Integration: Das waren die Schwerpunkte des Integrationsgipfels. Der Nationale Aktionsplan ist ein Gemeinschaftswerk von Bund, Ländern, Kommunen, Migrantenorganisationen und der Zivilgesellschaft, der in elf Dialogforen erarbeitet wurde. Die Integration von Frauen und Mädchen ist ein Schwerpunkt des Aktionsplans. Von den rund 16 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund in Deutschland sind über siebeneinhalb Millionen Frauen und Mädchen. Alle Dialogforen haben entsprechende Maßnahmen eingebracht, um Frauen und Mädchen aus Zuwandererfamilien ein gleichberechtigtes und selbstbestimmtes Leben in Deutschland zu ermöglichen. Mädchen und junge Frauen mit Migrationshintergrund sind in der Regel im Bildungssystem erfolgreicher als junge Männer mit Migrationshintergrund. Dennoch erhalten sie schwerer als diese einen Ausbildungsplatz. So wird der Bund als einen Beitrag im Nationalen Pakt für Frauen in MINT-Berufen einen Schwerpunkt auf die Erhöhung der Studienanfängerzahlen von Frauen und Mädchen mit Migrationshintergrund in den naturwissenschaftlichen und technischen Fächern legen. Im Dialogforum „Migranten im öffentlichen Dienst“ wurden Maßnahmen vereinbart, um den Anteil von Menschen mit Migrationshintergrund in der öffentlichen Verwaltung zu erhöhen und damit die interkulturelle Öffnung der Verwaltung weiter voranzubringen. Eine zentrale Website zu den Ausbildungs- und Stellenangeboten des Bundes, die bessere Koordinierung der Öffentlichkeitsarbeit der Ressorts bei der Personalgewinnung, die direkte Ansprache von Migrantinnen und Migranten in Stellenausschreibungen und die Schulung von Personalentscheidern gehören zu den Maßnahmen. Der Nationale Aktionsplan Integration macht die Integrationspolitik messbar und damit noch verbindlicher. Weitere Informationen finden Sie auf der Internetseite der Integrationsbeauftragten. Als Videos abrufbar sind die Pressekonferenz mit der Bundeskanzlerin in voller Länge, ein Interview mit Maria Böhmer im ARD-Morgenmagazin und der Besuch der Integrationsbeauftragten beim Tagesgespräch auf Phoenix. Besonders lesenswert ist der Artikel "Integratorin" in der FAZ vom 1.2.2012. |